Unregelmäßige Unterbrechung Ihrer Strom- oder Gasversorgung

  • Betroffene Energieform(en)

    StromGas
  • Mutmaßlicher Verantwortlicher


    Ihr Energieversorger oder Ihr Verteilnetzbetreiber (VNB)
  • Beispiele


    1. Ihr VNB wird beauftragt, die Stromversorgung Ihres Nachbarn zu unterbrechen, aber der Techniker unterbricht versehentlich Ihre Versorgung.
    2. Ihr Versorger leitet ein Verfahren bei Nichtzahlung ein, bei dem der Einbau eines Budgetzählers abgelehnt wird und es daher zu einer Unterbrechung der Versorgung kommt, obwohl Sie nachweislich nicht mit Ihren Zahlungen im Verzug sind.
  • Höhe der Entschädigung (nicht indexiert)


    Pauschale Entschädigung in Höhe von 125 Euro pro Tag, an dem die Versorgung unterbrochen ist, bis zur Wiederherstellung der Versorgung (VNB) oder bis zur Beantragung der Wiederherstellung der Versorgung (Versorger), bis zu einer Obergrenze von 1 875 Euro (15 Tage). Die Kosten der Unterbrechung und Wiederherstellung der Versorgung gehen ebenfalls zu Lasten des für die Unterbrechung Verantwortlichen.
  • Was müssen Sie tun, um eine Entschädigung zu erhalten?


    Schicken Sie das Entschädigungsantragsformular per Einschreiben an Ihren VNB oder an Ihren Energieversorger, je nachdem, wer der Verantwortliche der Unterbrechung ist. Sollte der anfängliche Empfänger Ihres Antrags der Auffassung sein, dass der andere beteiligte Akteur der potenzielle Verantwortliche der Unterbrechung ist, muss er Sie darüber in Kenntnis setzten, dass Ihr Antrag an den anderen Akteur weitergeleitet wurde, und zwar innerhalb von 30 Tagen ab dem Auftreten der Versorgungsunterbrechung. Ihr VNB oder Ihr Energieversorger bestätigt, dass er für die Unterbrechung der Energieversorgung und deren Dauer verantwortlich ist, und überweist Ihnen die pauschale Entschädigung innerhalb von 30 Tagen ab dem Eingang Ihres Antrags auf Ihr Bankkonto.
  • Was können Sie tun, wenn Sie innerhalb von 30 Tagen nach dem Einreichen Ihres Antrags keine Antwort erhalten oder Ihnen die Entschädigung verweigert wird?


    Sie können sichan den regionalen Mediationsdienst für Energie wenden, und zwar innerhalb der 3 Monate, die auf das Einreichen Ihres Entschädigungsantrags folgen.

Seit mehr als 6 aufeinanderfolgenden Stunden werden Sie nicht mehr mit Strom versorgt, ohne dass Sie vorher hierüber informiert wurden

  • Betroffene Energieform(en)

    Strom
  • Mutmaßlicher Verantwortlicher


    Ihr Verteilnetzbetreiber (VNB)
  • Beispiel


    Sie stellen fest, dass Sie seit mindestens 6 aufeinanderfolgenden Stunden nicht mehr mit Strom versorgt werden und dass Ihr Verteilnetzbetreiber (VNB) Ihnen diese längere Unterbrechung nicht angekündigt hat.
  • Höhe der Entschädigung (nicht indexiert)


    Pauschale Entschädigung in Höhe von 100 Euro für jede über sechs Stunden hinausgehende Unterbrechung der Stromversorgung.
  • Was können Sie tun, um eine Entschädigung zu erhalten?


    Schicken Sie das Entschädigungsantragsformular per Einschreiben innerhalb von 30 Tagen ab dem Auftreten der Versorgungsunterbrechung an Ihren VNB. Ihr Netzbetreiber bestätigt, dass er für die Unterbrechung der Versorgung und deren Dauer verantwortlich ist, und überweist Ihnen die pauschale Entschädigung innerhalb von 30 Tagen ab dem Eingang Ihres Antrags auf Ihr Bankkonto.
  • Was können Sie tun, wenn Ihr VNB seine Verantwortung abstreitet (und sich auf höhere GewaltStürme, heftige Gewitter, starker Schneefall, Brand, Explosion, Sabotage usw. beruft oder gegen die Dauer und Ursache der Unterbrechung der Stromversorgung Einwände erhebt)?


    Bei Streitigkeiten hinsichtlich der Dauer und Ursache der Unterbrechung können Sie sich an den regionalen Mediationsdienst für Energie wenden. Der VNB muss ggf. beweisen, dass die Bedingungen für höhere Gewalt erfüllt waren, um von seiner Verantwortung befreit zu werden.

Ihnen entsteht ein Schaden infolge eines im Stromnetz aufgetretenen Vorfalls

Sie ziehen in eine neue Wohnung/ ein neues Haus ein und die Arbeiten zum Anschluss an das Netz wurden nicht in der Frist ausgeführt, die gemäß Vorschrift vorgesehen ist

  • Betroffene Energieform(en)

    StromGas
  • Mutmaßlicher Verantwortlicher


    Ihr Netzbetreiber
  • Beispiel


    Sie beantragen bei Ihrem VNB, dass Ihre Wohnung/Ihr Haus an das Strom- und/oder Gasnetz angeschlossen wird. Die maximale Dauer der Arbeiten wurde entsprechend der gesetzlichen Regelung festgelegt und ist in dem von Ihnen angenommenen Angebot aufgeführt, aber der Anschluss ist nach Ablauf dieser Frist noch nicht eingerichtet.
  • Höhe der Entschädigung (nicht indexiert)


    Pauschale Entschädigung in Höhe von 25 Euro pro Tag ab Überschreitung der vorgesehenen Frist für den AnschlussAchtung: Verzögerungen bei der (Wieder-)Inbetriebnahme eines Zählers, der bereits vorhanden, aber versiegelt ist, werden nicht als Anschlussverzug betrachtet. Pauschale Entschädigung in Höhe von 50 bis 100 Euro für gewerbliche Kunden.
  • Was können Sie tun, um eine Entschädigung zu erhalten?


    Schicken Sie das Entschädigungsantragsformular per Einschreiben innerhalb von 30 Tagen ab der Überschreitung der vorgesehenen Anschlussfrist an Ihren VNB. Ihr VNB überweist Ihnen die pauschale Entschädigung innerhalb von 30 Tagen ab dem Einreichen Ihres Antrags auf Ihr Bankkonto.
    Im Notfall (z.B.: Winterperiode, Ausfall der Heizung infolge der Verzögerung beim Anschluss an das Gasnetz) können Sie sich an die regionale Schiedsstelle für Energie (SRME) wenden, die Ihre Akte dann an die CWaPE weiterleitet. Letztere kann Ihrem VNB auferlegen, den Anschluss innerhalb der von ihr festgelegten Frist einzurichten, andernfalls wird eine verwaltungsbehördliche Geldstrafe verhängt.
  • Was können Sie tun, wenn Sie innerhalb von 30 Tagen nach dem Einreichen Ihres Antrags keine Antwort erhalten oder Ihnen die Entschädigung verweigert wird?


    Sie können sich an den regionalen Mediationsdienst für Energie wenden, und zwar innerhalb der 3 Monate, die auf das Einreichen Ihres Entschädigungsantrags folgen.

Sie wechseln den Energieversorger, aber aufgrund eines verwaltungstechnischen Fehlers findet der Wechsel nicht am vorgesehenen Datum statt

Sie stellen einen Fehler bei einer bereits beglichenen Strom- oder Gasrechnung fest

  • Betroffene Energieform(en)

    StromGas
  • Mutmaßlicher Verantwortlicher


    Ihr Energieversorger
  • Beispiele


    1. Sie bezahlen Ihre jährliche Regularisierungsrechnung bzw. Ihre Abschlussrechnung, stellen aber danach einen Fehler beim Rechnungsbetrag fest.
    2. Sie bezahlen Ihre monatliche Rechnung, obwohl Sie keinen Vertrag (mehr) mit diesem Versorger haben.
      • Fall a) Ihr Versorger antwortet Ihnen nicht innerhalb von 30 Tagen nach dem Einreichen Ihrer Beschwerde per Einschreiben.
      • Fall b) Ihr Versorger bestätigt den Fehler bei der Rechnung, erstattet Ihnen aber den entsprechenden Betrag nicht innerhalb von 30 Tagen ab der Anerkennung des Fehlers zurück.
  • Höhe der Entschädigung


    Betrag entspricht dem Verbrauch eines Monats im laufenden Jahr. Das bedeutet konkret: Wenn Sie monatlich eine Anzahlungsrechnung begleichen, entspricht die Entschädigung diesem Rechnungsbetrag.
  • Was können Sie tun, um eine Entschädigung zu erhalten?


    Schicken Sie das Entschädigungsantragsformular per Einschreiben an Ihren Versorger, und zwar innerhalb von 30 Tagen ab der Überschreitung der vorgesehenen Beantwortungsfrist des Versorgers. Ihr Versorger überweist Ihnen die Entschädigung innerhalb von 30 Tagen ab dem Einreichen Ihres Antrags auf Ihr Bankkonto.
  • Was können Sie tun, wenn Sie innerhalb von 30 Tagen nach dem Einreichen Ihres Antrags keine Antwort erhalten oder Ihnen die Entschädigung verweigert wird?


    Sie können sich an den regionalen Mediationsdienst für Energie wenden, und zwar innerhalb der 3 Monate, die auf das Einreichen Ihres Entschädigungsantrags folgen.